Oktober 31, 2020

Judo

Wir betreiben Judo in der Lehrlinie nach Tokio Hirano. Diese ist im Standkampf im Sinne der Bewegungslehre und Effizienz das fehlende Standkampf-Puzzleteil des Brasilianischen Jiu-Jitsu. Da im Judo der Bodenkampf lange Zeit vernachlässigt wurde gilt gleiches natürlich umgekehrt, sodass sich beide Systeme hervorragend ergänzen können.

Judo ist eine Kampfkunst, die vom Ursprung her mehr bietet, als das, was man gemeinhin unter Judo versteht oder man landläufig darüber erzählt. Im Judo benötigt man keine Gewichtsklassen um einem Gegner ebenbürtig zu sein, genauso wenig ist es ein Kindersport und Kano, der Begründer des Judo, hat nicht alle „gefährlichen Techniken“ entfernt um es als Sport betreiben zu können.

Schwerpunktmäßig versuchen wir in unserem „Old School Judo“ alle Würfe und Bewegungen so zu funktionalisieren, dass man mit möglichst geringem Kraftaufwand den größtmöglichen Effekt erzielt. Im Judo bedeutet dies den Gegner unabhängig von Kraft, Größe und Gewicht werfen zu können (Seiryoku-Zenyo). Beim Training nehmen wir auf unsere Trainingspartner entsprechend des Leistungsstandes stets Rücksicht und Üben mit entsprechender Vorsicht, um am Ende möglichst verletzungsfrei die Halle verlassen zu können (Jita-Kyoei).

Da wir uns im Training nicht an sich ständig ändernden olympischen Regelwerken orientieren, betrachten wir unser Judo als ein mit anderen Grappling-Systemen kompatibles System.

Ähnlich wie im Luta Livre, Sambo oder dem Brasilianischen Jiu Jitsu gehören bei uns neben den rein ringerischen Trainingsinhalten bei den Fortgeschrittenen auch Tritt- und Schlagtechniken zum Curriculum.

Wir freuen uns Euch beim Training zu sehen.