Zum ersten Mal seit langer Zeit haben wir mehrere Erwachsene Blaugurte, die sich auf den Braungurt vorbereiten. Einige haben schon mit den Kursen begonnen, andere sollen bald folgen:
NWDK-Braungurt-Lehrgänge (1. Kyu) in NRW sollen eine gezielte Vorbereitung auf die Prüfung bieten. Sie umfassen intensive Technikschulungen, Kata (Nage-no-Kata) und anwendungsorientiertes Randori. Für die Prüfung zum 1. Kyu ist die Teilnahme an einem Vorbereitungslehrgang in einem Umfang von ca. 10 Stunden empfohlen und teilweise verpflichtend, um zur Prüfung zugelassen zu werden.
Zur Prüfung müssen zwanzig Wurftechniken, darunter neun aus dem Erweiterungsprogramm, gezeigt werden, obligatorisch eine beliebige Variante von Ura-Nage, Ko-Uchi-Makikomi, dazu je zwei Konter, Finten und Kombinationen aus dem Programm des DJB.
Das Bodenprogramm umfasst vier Shime-waza aus dem Grund- und Erweiterungsprogramm, auf jeden Fall aber Sode-Guruma-Jime, Okuri-Eri-Jime, diverse Situationslösungen und das bereits bekannte Programm der letzten Prüfungen. Ergänzend zwei Übergänge vom Stand in den Boden, davon je einen Ai-Yotsu und Kenka-Yotsu. Ebenso drei verschiedene Positionswechsel am Boden aus der Verteidigung in den Angriff.
Da wir sehr nah am BJJ im Boden bei uns trainieren, sind „Positionswechsel“, im BJJ „Transitions“ genannt, eher kein Problem, die trainieren wir sozusagen ständig. Das Gleiche gilt für das Abwehrverhalten gegen alle Techniken in der Bodenlage, also den Befreiungen aus Haltegriffen.
Der sogenannte Wahlbereich umfasst die Vorstellung der eigenen individuellen Kampfkonzeption, was im BJJ „Gameplay“ genannt wird, oder die Demonstration einer Zusammenstellung von zehn technischen Aktionen aus Kata des Dan-Programms nach Wahl, oder die Demonstration von 10 Judo-Techniken als Selbstverteidigung gegen realistische Angriffe.
Zum Abschluss gibt es mehrere Randori im Stand und Boden, zumindest wenn man keine drei Wettkämpfe in den Monaten seit der letzten Prüfung nachweisen kann.
